
Kann der Austausch einer einfachen Lampe tatsächlich die Geschwindigkeit des Blow-Moldings erhöhen?
Man muss nicht unbedingt eine alte SIG Blomax 6 ausbauen und eine neue Maschine kaufen, nur um mehr Flaschen herstellen zu können. Ehrlich gesagt ist in den meisten Fällen das Problem einfach der Heizofen selbst.
Es handelt sich dabei um einen frustrierenden Kreislauf: Die Präformen erreichen nicht immer die richtige Temperatur – daher muss man alles verlangsamen. Andernfalls entstehen ungleichmäßige Wandstärken oder diese nervigen Perlenoptiken auf der Oberfläche der Flaschen.
Die schnellste Möglichkeit, wieder volle Leistung zu erzielen, besteht darin, die abgenutzten Infrarotlampen durch Lampen mit präzisen Spezifikationen zu ersetzen.
Die Herausforderung bezüglich der Wärmedichte
Bei der Blomax 6 geht es um kurzwelliges Infrarotstrahlen. Man möchte die Wärme schnell in das PET-Material bringen – doch gleichzeitig darf der Hals der Flasche nicht überhitzt werden.
Wenn man eine Lampe verwendet, bei der das Verhältnis von Leistung zu Länge höher ist, dann wird pro Millimeter mehr Wärme abgegeben. Dadurch erreicht die Präform viel schneller ihre Glasübergangstemperatur.
Aber hier kommt das Problem: Die Spannung muss genau passen. Wenn man eine Lampe mit einer niedrigeren Spannung einsetzt, als sie vom Stromnetz bereitgestellt wird, dann brennt der Glühfaden bereits nach wenigen Stunden aus. Das ist keine gute Lösung.
Quarzglas und „unsichtbare“ Elemente
Wir verwenden hochreines Quarzglas – denn dieses lässt das Infrarotlicht durch. Normales Glas blockiert jedoch einen großen Teil des Lichts. Zudem verwenden wir Halogenröhren. Dadurch bleibt die Temperatur des Glühfadens konstant – somit halten die Lampen länger und das Wärmeprofil bleibt stabil, auch während langer Arbeitszeiten.
Das Beste daran: Es handelt sich dabei um Ersatzteile, die einfach eingebaut werden können. Sie nutzen standardmäßige Anschlüsse – man muss also nicht das ganze System umstellen.
Der Kompromiss, den man beachten muss
Eine höhere Wärmedichte bedeutet zwar schnellere Prozesse – doch dadurch entsteht auch mehr Druck auf das Kühlsystem. Wenn man die Infrarotleistung erhöht, muss das Kühlsystem mit dieser zusätzlichen Wärmezufuhr umgehen können. Wenn das Kühlsystem zu schwach ist, werden die Flaschen deformiert – selbst wenn die Heizung perfekt funktioniert.
Stellen Sie sicher, dass die Spezifikationen der Lampen sowie die Kühlkapazität des Systems zusammenpassen.